Für jedes Sortiment...

… die richtige Trockenkammer

Mit der Lieferung von 32 Trockenkammern zählt das Projekt in der Ukraine wohl zu den größeren in der Unternehmensgeschichte des oberösterreichischen Spezialisten Mühlböck. Bei UHLK ist man sich sicher, den perfekten Partner gefunden zu haben.

1,2 Mio. fm/J will man bei Ukrainian Sawmill Holding Company, Korosten/UA, im Vollbetrieb schneiden (s. Holzkurier Heft 40, S. 12). Es fallen also etwa 700.000 m3 Schnittholz pro Jahr an, die für den direkten Verkauf und die eigene Weiterverarbeitung getrocknet werden sollen. Bei der Technik vertraute man dabei auf den österreichischen Hersteller Mühlböck, Eberschwang.
  Die Planung des gesamten Energiekonzeptes bei UHLK – von den Trockenkammern bis hin zur Pelletierung – sowie die Lösung für die Weiterverarbeitung stammen von Karl Portenkirchner, HEP Engineers, Bruck an der Glocknerstraße. „Mühlböck hat uns das wirtschaftlich und technisch beste Paket geschnürt“, begründet Portenkirchner die Entscheidung. „Mit dem oberösterreichischen Hersteller haben wir einen perfekten Partner gefunden, der uns mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung hilft, die vielfältigen technologischen Herausforderungen bei der Trocknung unserer Produkte optimal zu meistern.“
  Portenkirchner spricht dabei einmal die Haupt- und Seitenware bei Nadelholz (überwiegend Kiefern) für verschiedene Märkte an. Zudem trocknet UHLK auch Eichen aus dem eigenen Laubholzsägewerk.

 

Mit Wärmerückgewinnung
Mühlböck lieferte insgesamt 32 Trockenkammern, 24 davon für Nadelholz. Im vergangenen Jahr begann die Lieferung der ersten 18 Anlagen des Typs Classic. Die Oberösterreicher führten auch die komplette Montage und Inbetriebnahme mit eigenen Technikern durch. „Sechs Kammern sind speziell für die Trocknung dünner Sortimente mit hoher Leistungsfähigkeit ausgelegt“, führt Gerald Kreuzhuber aus, der bei Mühlböck für den Kunden UHLK der zuständige Ansprechpartner im Vertrieb ist.

Dünne Nadelholzbretter können das Wasser sehr rasch abgeben, haben also eine sehr hohe Trocknungsrate. Für kürzestmögliche Trocknungszeiten und gleichzeitig reduzierten Energieverbrauch sind daher auch Trockenkammern mit hoher Leistungsfähigkeit erforderlich. Für eine zusätzliche Reduktion des thermischen Energieverbrauchs stattete Mühlböck alle Trockenkammern mit einer Wärmerückgewinnung aus. „Wir konnten die zugesagten Leistungsgarantien hinsichtlich der Trockenzeit, des thermischen und elektrischen Energieverbrauchs sowie der gewünschten Trocknungsqualität erfüllen“, berichtet Kreuzhuber.

 

Speziell für Laubholz
Die Zufriedenheit mit den gelieferten Anlagen äußerte sich auch im Wiederkauf weiterer Kammern des gleichen Typs 2017 durch UHLK. Damit sind jetzt 18 Kammern für Hauptware sowie sechs Kammern für Seitenware in Korosten im Einsatz. Zusätzlich installierte Mühlböck acht Trockenkammern speziell für Laubholz (Eiche). Das Schnittholz soll in weiterer Folge in Korosten zu Parkett beziehungsweise Decklamellen verarbeitet werden. Für die Lagerung des Laubschnittholzes baute UHLK auch eine eigene Klimahalle. „Damit lässt sich das Laubholz unter gezielten klimatischen Bedingungen lagern, um Schäden durch Witterungseinflüsse bei der Außenlagerung zu vermeiden. Mühlböck hat hier konzeptionell mitgearbeitet. Von den oberösterreichischen Spezialisten stammt die Luftumwälzung für die Klimatisierung in der Halle. Insgesamt sind nun 32 Trockenkammern aus Eberschwang bei UHLK in Einsatz – zur vollen Zufriedenheit Portenkirchners und auch des Geschäftsführers, David Königshofer.

 

Holzkurier 46/2017 - Martina Nöstler